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Privatverhandlung für Nazi-Mörder (mal wieder)

21.3.2016, Amtsgericht Tiergarten, Berlin. Wieder wird die öffentliche Teilnahme am Prozess gegen den mutmaßlichen Nazi-Mörder Rolf Z. verhindert:

  1. Das Gericht verlegte den Bericht in den Hochsicherheitssaal 500, nachdem die Burak B.-Ini zur öffentlichen Beobachtung aufrief. Das Gericht begründet die Zwangsmaßnahme damit, dass die Burak B.-Ini „linksextrem“ sei. Dieses Urteil stammt wahrscheinlich aus fundierten Beobachtungen des Verfassungsschutzes, denn im Strafgesetzbuch steht dieses Verbrechen noch nicht.
  2. ZuschauerInnen müssen sich vor betreten des Gerichts komplett filzen lassen und alle Gegenstände außer Bleistift, Notizblock und Ausweis abgeben. In jeder Sitzungspause müssen sie im kalten Treppenhaus stehen, manchmal bis zu einer Stunde lang.
  3. Die Personalausweise der ZuschauerInnen werden kopiert und archiviert, um „etwaige Störer“ leichter zu identifizieren. Angeblich werden die Kopien nach jeder Sitzung zerstört und nicht weiter verwendet (siehe Foto). Dass ist gelogen. Als ich heute gefilzt werde, haben die SaalwächterInnen noch meine Ausweiskopie von letzter Woche. Als ich darum bitte, dass meine Ausweiskopie wie auf dem Zettel angekündigt nach der Sitzung (nicht nach dem Prozess!) vernichtet oder mir ausgehändigt wird, droht die Justizangestellte mich zum nächsten Termin einfach rauszuschmeißen.

Mir gelingt im Laufe der Diskussion, ein Foto von der im Durchsuchungsraum aufgehängten Notiz zu machen. Wir können davon ausgehen, dass die Identitäten der ZuschauerInnen gespeichert und eventuell gegen sie verwendet werden. Prozessbeobachtung ist vielleicht nicht strafbar, aber bestraft wird sie trotzdem.

Rolf Z. Zettel Gericht

“Ablichtung von Personaldokumenten: Auf Anordnung der/s Vorsitzenden Richterin/s sind die Personaldoukumente […] der Zuhörer durch Justzizbeamte abzulichten. Die Ablichtungen werden den Polizeibehörden n i c h t ausgehändigt. Diese Maßnahme soll eine schnelle Identifizierung etwaiger Störer ermöglichen. Eine Datenerfassung der Ausweisdokumente erfolgt n i c h t. Die Ablichtungen werden von einem Justizbeamten beschleunigt der/m vorsitzenden Richter/in überbracht und nach Sitzungsende vernichtet.”

Zum Prozess selbst:

Heute ist der dritte Verhandlungstag. Zuerst sagen ein Zeuge und eine Zeugin aus, die am Tatmorgen gegen 6 Uhr den tödlich angeschossenen Luke Holland auf der Bordsteinecke Ringbahnstraße/Walterstraße vor der Bar „Del Rex“ fanden. Der Täter stand mit abgesenkter Schrotflinte neben dem Opfer und wird von beiden Zeugen als der anwesende Rolf Z. erkannt.

Dabei versuchen die Verteidigungsanwälte alles, um ihren Mandanten zu verstecken. Als eine Zeugin zur Ankeklagtenbank tritt, stehen sie sogar auf und versuchen ihr die Sicht zu versperren! Der Richter lässt diese Aggressionen unkommentiert. Erst auf Nachfrage von Nebenklageanwalt Daimagüler wird offenbart, dass seine Anwälte Rolf Z. rieten „Kooperationshandlungen generell zu unterlassen“. Das geht soweit, dass Rolf nicht mal aufsteht, damit Zeugen ihn richtig sehen können. Anscheinend will Verteidiger Sebastian Schmidt wirklich darauf hinaus, dass nicht Rolf Z., sondern ein anderer Waffenfetischist mit Ledermantel, weißen Haaren und Schrotflinte Luke Holland ermordet hat!

Während der Verhandlung blickt der schmierige Schmidt immer wieder zuckend ins Publikum, er wippt hin und her, fasst sich ins Gesicht, nuschelt seine wirren Anträge herunter und schnauzt den Nebenklägeanwalt und den Richter an.

Die Aussage der Zeugin: Sie war seit 0 oder 1 Uhr im Del Rex, hatte wenig getrunken. In der hippen Bar war ihr ein „Altberliner Typ“ aufgefallen, der „einsam“, „schräg“ und „deplatziert“ wirkte. Als sie auf eine Bestellung wartete, machte dieser Typ den Barkeeper auf sie aufmerksam und lächelte sie freundlich an. Sie hielt ihn für einen Bekannten des Barkeepers und dachte sich nichts weiter dabei.

Kurz vor 6 hörte die ganze Bar einen lauten Knall, aber weil in der Gegend Kids häufig mit Böllern spielen, hatte sich niemand etwas dabei gedacht. Ca. 10 Minuten danach trat die Zeugin mit ihrem Bekannten, ebenfalls Zeuge, vor die Tür.

Dort lag ein Mann auf dem Boden. Eine offene Bauchwunde deutete an, dass es kein Betrunkener war. Auf der Straße vor der Bürgersteigecke stand seelenruhig ein weißhaariger Mann mit langem Ledermantel, eine abgesenkte Schrotflinte in der Hand.

Den zwei Zeugen war nicht klar, dass auch sie in Gefahr waren. Der Zeuge wandte sich sofort dem Verwundeten zu, die Zeugin redete mit dem Bewaffneten: „Was soll das? Was ist hier los?“ Er ignorierte sie, rief in die Nacht: „Wo ist der Andere?“ Dann ging er zur Bar, wollte die Tür öffnen, drehte sich aber im letzten Moment um und ging davon. Die Zeugin redete weiter auf ihn ein, weil sie wirklich nicht fassen konnte, was passiert war.

Warum er die Waffe trage, fragte sie ihn. „Die habe ich zu meinem Schutz.“ „Warum rufen Sie keinen Krankenwagen?“ Als sie ihm nachläuft, dreht er sich ruckartig um und zielt mit der Waffe auf sie. „Lass mich in Ruhe!“ Erst jetzt spürt sie die Gefahr, weicht zurück. Der Täter schlendert davon und wird wenig später ohne Waffe, aber immer noch sehr entspannt, von der Polizei aufgegriffen. Auch diese Zeugin betont, dass der Täter ausgesprochen zurechnungsfähig wirkte.

„Wir haben wohl nicht in seinen Plan gepasst“, sagt die Zeugin. Er wartete wohl auf ein zweites Opfer, wurde aber durch die Zwei durcheinandergebracht. Wären sie nicht zuerst aus der Bar gekommen, hätten sie nicht so unfassbar mutig reagiert, wäre wohl noch ein Mensch gestorben.

Der Schuss fiel laut Aussagen von NachbarInnen um 5.52 Uhr. Der Notruf der ZeugInnen ging um 6.04 Uhr ein. Die Zeugin gibt an, erst eine gefühlte halbe Stunde nach dem Knall die Bar verlassen zu haben, also vielleicht 10 Minuten in Echtzeit. So lange muss also Rolf neben dem sterbenden Luke Holland auf sein zweites Opfer gelauert haben. Er hätte sehr leicht unerkannt fliehen können. Warum floh er nicht?

Es spricht aber gegen einen Amoklauf, dass Rolf Z. (oder sein mysteriöser Doppelgänger) die ZeugInnen unbehelligt ließ und von einem Zweiten sprach. Warum er es auf Luke abgesehen hatte ist (noch) nicht klar. Die Frage „Ist Rassismus das Motiv?“ fasst zwar die politische Bedeutung zusammen, aber es steckt mehr dahinter.

Die Zeugin ist Schwarz. Wenn Rolf Z. wirklich das Psycho-Nazi wäre, als das die Justiz in zeichnen will, hätte er sich doch mindestens abfällig dazu äußern müssen. „Die“ sind doch so impulsiv… Doch nicht mal die Dummen, welche die Medien als „Grenze des guten Geschmacks“ definieren, sind so übermotiviert. Meistens warten sie auf einen Befehl, bevor sie abdrücken. Erhielt auch Rolf Z. Befehle?

Es war kein Zufallsmord, kein Amoklauf. Auch Burak B. starb durch einen gezielten Anschlag. Vielleicht wurde Rolf nicht direkt befohlen, Leute niederzuschießen, aber er könnte belastendes Wissen haben. Daher seine Flucht in die Öffentlichkeit?  Solange ihm der Prozess gemacht wird, kann er nicht einfach ausgeschaltet werden. Die Hauptrolle im Prozess besetzen Rolfs großmäulige Verteidiger, die alles tun, damit der „Altberliner Typ“ seinen Altberliner Schnauze hält und niemanden belastet. Man kann auch im Fall Rolf Z. von einer Selbstenttarnung sprechen.

Je mehr sich die Behörden sich wie Verschwörer benehmen, umso naheliegender die Verschwörungstheorie. In Rolfs Wohnung fand die Polizei Munition und schwere Waffen. Sein Bruder hat anscheinend eine Schießanlage in seinem Keller. Und Rolf Z. war in der Gegend zumindest so bekannt, dass er als Verdächtiger im Fall Burak B. genannt wurde. Das alles spielt in diesem Prozess bislang keine Rolle. Es geht um Formalitäten: Wie sah der Täter aus? Wieviele Läufe hatte die Flinte? Waren die ZeugInnen betrunken?

Wer ist dieser „einsame“, „schräge“ und routiniert mordende „Altberliner Typ“? Warum verschwinden in den Ermittlungen Hintergrundinformationen? Woher hat er zwei derart hartnäckige Anwälte? Warum soll er als Psychopath dargestellt werden? Warum versucht die Verteidigung immer noch, die Identität des mehrfach eindeutig Identifizierten zu leugnen? Würde es das Strafmaß nicht eher mildern, wenn Rolf Z. Reue heuchelt und sich mit  schäumenden Maul aus dem Gerichtssaal tragen lässt? Und vor allem: Warum ließ Rolf Z. sich so leicht fassen? Vielleicht weil er durch den Mord an Burak wusste, dass Berliner PolizistInnen unfähig sind einen Mörder zu fassen, selbst wenn er ihnen auf den Streifenwagen scheißt… ähhh „schießt“?

In gefährlichen PoliZeiten

Ein Polizeiforscher benennt die Überforderung, die bei vielen jungen Anwärter_innen ausbricht, wenn sie Demonstrant_innen gegenüberstehen.

Paranoide Reaktionen sind aber Resultat der Entmenschlichung, nicht der “wilden” Proteste. Die schwer gepanzerten, planlosen Polizist_innen müssen die Situation wie einen apokalyptischen 3D-Shooter wahrnehmen. Meistens wissen sie ja nicht mal wirklich, warum die Leute protestieren, sondern wurden aus ihrem Provinznest in die Stadt gekarrt um “Ordnung” zu schaffen, aus dem Transporter gepfiffen, rennen schwitzend durchs Getöse und sehen nur die Hälfte.
Ich habe öfters blutjunge Polizisten unter dem Helm weinen sehen, wahrscheinlich vor Wut – und nicht einmal in besonders brenzligen Situationen. Wenn so ein schwerbewaffneter, hormongeladener Jüngling ausrastet, dann ist das Resultat nicht anders, als beim gemeinen U-Bahn-Schläger. Da wird dann schonmal eine siebzehnjährige Gymnasiastin mit Pfefferspray geduscht und mit dem Kopf gegen den Einsatzwagen geschlagen.
Dass der tägliche Kriegszustand in dem sich die Polizei mit der Gesellschaft befindet Spuren hinterlässt, beweist auch der Fall Tino Prenzel und Felix Trautzsch. Diese zwei Berliner Kommissare waren an den Menschenjagden im Görlitzer Park beteiligt. Nach Dienstschluss gingen die beiden sturzbetrunken auf eigene Faust “Schwarzafrikaner” jagen. Ihr couragierter Einsatz für die Nachbarschaft endete damit, dass sie um 8 Uhr morgens einen unbeteiligten Bauarbeiter direkt vor dem Schaufenster einer Kita verprügelten. Die beiden sind noch im Dienst, wurden zu unerheblichen Geldstrafen verurteilt. Der Staatsanwalt setzte die Strafe so niedrig wie möglich an.
Der Zeugenaussage zufolge reagierten die zwei wie scharfe Hunde, waren nicht aufzuhalten. Wir dürfen nicht denken, dass nur weil die Cops noch besser trainiert, noch härter gemacht, sie “professioneller” handeln. Sie werden brutaler und gefährlicher. Wer nicht als Nazi in die Truppe geht, kommt als Nazi wieder raus.
Bürgerliche Stimmen, die das offen kritisieren, wie der kritische Polizist und ehemalige Bundestagsabgeordnete Thomas Wüppesahl (“50% der Bereitschaftspolizei sind rechtsradikal”), werden schnell ausgeschaltet. So hängten seine eigenen Kollegen dem kurz vor der Pensionierung stehenden Whistleblower ein Raubmordkomplott an. Die Gerichte spielten mit, verpassten ihm 4 Jahre Knast.
Die angeblichen “Verletzungen” die Polizist_innen erleiden, sind oft medizinisch gar nicht festzustellen, sondern dienen nur als Vorwand, um Demonstrant_innen anzuklagen und die Pressemeldung aufzuhübschen. Wer sich der Festnahme wehrt, hat schnell drei “schwerverletzte” Einsatzcops und die Staatsanwaltschaft am Hals.
Zur Legende der unparteiischen Polizei: Kaum eine linke Demo bleibt ohne Festnahmen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ließ 2013 eine spontane Spaßdemo gegen ihre eigene “Mehr-Pfefferspray-Kundgebung” stundenlang in der Kälte einkesseln und verprügelte eine Frau vor den Augen schockierter ver.di-Mitglieder.
Obwohl die Abkürzungsnazis jetzt wöchentlich in allen Großstädten aufmarschieren, Jugendliche durch Kaufhäuser jagen, Reporter_innen schlagen, verfassungsfeindliche Propaganda verbreiten, werden sie nie festgenommen. Die Pogrome Anfang der 1990er hätten ohne passive Unterstützung der Polizei nicht stattgefunden.
Einer der ersten Schritte Hitlers war, die damals sozialdemokratisch “unterwanderte” Polizei gleichzuschalten. Vielleicht wäre es Zeit das rückgängig zu machen.

Monika und Plutonia – Weiße Wixxer kommen selten allein

Nicht erst seit Beginn des Refugee Strike feuert Plutonia Plarre (TAZ) wie aus der Knarre „kritische“ Berichte gegen Schreckgespenster des „TransAtlantischen Zentralorgans“:

• „Dilek Kolat (SPD), war es dann, die die Flüchtlinge […] zum vorläufigen Abbruch der Protestaktion bewegen konnte. […] Danach brach Jubel aus.“
• „[Monika Herrmann] lobte Panhoffs Engagement bei der besetzten Schule: ‚Er hat für den Bezirk monatelang seinen Kopf hingehalten.‘“
• „Die Flüchtlinge […] sollen […] feste Regeln erwarten.“
• „Bezirk ist erpressbar geworden“
• „Die Linie Kreuzbergs, auf Gespräche zu setzen, sei richtig, sagt Grünenpolitiker Wolfgang Wieland.“
• „In Berlin hat ein Polizist einen jungen Kriminellen erschossen. Nach dem milden Urteil für den Beamten finden Autonome, Migranten und Ex-Gangster zusammen.“

In der Bewegung gibts auch vieles was mich stört. Aber ich kanns der Szene direkt sagen. Plarres Berichte sind begleitet von Schnappschüssen aus sicherer Entfernung und Gossip vom Bioregal über „autonome Spinner, die Flüchtlinge missbrauchen.“

Mich fasziniert nicht der vorhersehbare Inhalt ihrer Berichte für die “Bewegungszeitung”, sondern die gut vermarktete Unwissenheit dieser Lehnstuhlethnologin.

Weil sie verdeckt arbeitet, wusste ich auch 2 Jahre lang nicht, wer sie ist, anders bei ihrem Hauskollegen Jakob, der wenigstens eine Position zu unkritischen Weißheiten hat. Selbst zwischen „Radikalen“ braucht er weder Pseudonym noch Personenschutz.

Die Weißheit der Plarre („„Kreuzbergs Bürgermeisterin [sagt] radikalen Störern gründlich die Meinung.“) trat auch bei der „Bürgerversammlung“ im CHIP am 19.2.2015 recht ungehemmt zwischen ihren Ohren aus. Ich überlebte den Erguss:

Als wir „Radikalen“ Innenstaatssekretär Krömer (CDU) laut baten, die Versammlung nicht länger zu stören, kam eine Frau auf meine Gruppe zu und fragte:

„Warum lasst Ihr ihn nicht einfach kurz reden? Sind doch nur 90 Sekunden.“

„Warum steht hier überall Saalschutz mit Armbinden, warum sind nur Polizisten zur ‚konstruktiven‘ Lösung eingeladen worden?“

„Ja, aber jeder weiß doch was im Görli los ist.“

„Wohnst du überhaupt in Kreuzberg, siehst wie die Bullen täglich Terror machen?“

„Nee, in Schöneberg. Aber ich kenn das ja, aus der Zeitung und so.“

Sie kam dann mit einem Notizblock wieder, stellte sich unangenehm nah an unsere Bierbank und begann zu kritzeln.

„Sag mal, bist du von der Presse? Das hättest du auch vorher sagen können. Gehört zum guten Ton.“

„Ähm, ja, also…“

„Warum redest du überhaupt mit uns? Wenn du Journalistin bist, frag doch mal die Flüchtlinge dort drüben was sie denken, jetzt hast du die Gelegeheit.“

„Nee, brauch ich nicht, kenn ich schon alles.“

So endete mein flüchtiges Gespräch mit der Plörre von der TAZ. In Zukunft mach ichs mit ihr, wie sie mit den Flüchtlingen: Über sie schreiben ja. Mit ihnen reden? Nein danke!

An armchair study of a field study in ethno-pornography

Educating Germans about racism is like training dogs to be vegan, so this post is in English, although the original article was in German.

I recently found an anthology published 61 years after the purported discrediting of scientific racism: Binder et al.: Berliner Blätter 39/2006: “Europäische Roma – Roma in Europa” by the Society for Ethnography (GfE in German) of Berlin’s prestigious Humboldt University. I would like to scandalize not that Germans publish racist propaganda again – they never stopped – but that it passes as science.

The author claims to study the influence of Pentecostalism on the middle and lower classes of Roma (whom he refers to by the pejorative “Zigeuner”, because THEY use it too) people in a small Romanian village, where he spent some months. Although an analysis of the invasion of WASP missionaries into former socialist countries and class conflicts within an oppressed group – THEY are always presented as monoliths – sounds interesting, the writer produces nothing from his field study, except for a reinforcement of his Schwaben prejudice.

But instead of turning away in dignified horror, let’s look how this author crafts liberal workhouse ethic and classical Nazi Übermensch theory into a whip against the “lazy poor” [comments/interpretations in square brackets]:

“Despite the many studies about the economic sphere of the gypsy culture, only few tsiganologists have dealt with the economic ethic [or “laziness”] of the gypsies. A [positive] exception are ethnologists who decode an economic and work ethic within the gypsy culture, which forms a stark contrast to the work complex of European modernity.” [So “gypsies” are “lazy” and enemies of progress. “Europe” means progress and jobs for all. Ethnologists should study Rroma only to find out why they’re so lazy.]

“They [the Rroma] prefer informal work relationships, which can be cancelled or modified at any time.” [THEY want to be unemployed.]

“The gypsies understand a fair, balanced reciprocal exchange as ‘robbery and swindle’ against their birthright to asymmetrical trade.” [THEY are born with the “privilege” of being street hustlers.]

“The Roma – according to Stewart – have no problem living as ‘parasites’ of the majority population, because they live at the expense of a society that rejects and excludes them.” [So yes, there is discrimination, but THEY are still parasites. Society pays for THEM.]

“For the Corturari [wealthy Rroma artisans], I can confirm the findings of the ethnologists: They too endeavor to make something out of nothing. Beggary and free-riding are sources of income where the Corturari play asymmetrical trade to the extreme and refuse any reciprocity.” [If THEY ever make it out of poverty, it’s just by stealing even more!]

[And finally the purpose of his study, his “policy recommendation”:]
“Through the Schengen agreement, the Corturari need ‘only’ 500 euro to revive their ancient nomadic practices [The “ancient nomadic practice” of mass expulsion is the only “progress” modern capitalism can offer.] of at three-month intervals and travel to Italy, France, Spain and other rich EU countries. There they roam about as traders, many route euros won through beggary and illegal work [How can you work without legal protection and be lazy at the same time?] back to Romania. Sometimes the Corturari can rely on networks that span the entire continent [World conspiracy!!!]. You hear that some Corturari even work as human traffickers and smuggle Romanians and gypsies to Europe. The new opportunities offered by Europeanization [Select careers such as selling homeless newspapers in front of organic supermarkets.] further support the Corturari in their nature as born middlemen, who profit from transactions between gazos and gazos [Indeed, the 19% sales tax goes straight to THEM!!!].”

So the “asymmetry” is not created by the Western armies, but by the “hordes of paupers.” Not Western companies are “proliferating,” but the people who can’t afford to buy their products. Maybe if we killed all the poor people, only rich people would remain, and their ultra-qualified productive forces would save the world economy!

Such hate speech offers no useful information on how to improve the lives of poor people, but kick-starts many academic careers. This genre deserves the name of ethno-pornography for its glorification of oppression. As in pornography, the details captured by such ethno-pornographers are superficial, the characters portrayed are predictable, even if the production effort can be pharaonic; the only interesting questions are: Who suffers, who watches, who profits?

It hardly surprised me to read that the author now seems to work for a consulting firm. As a “private person,” he resides near the Green capital of Germany, Stuttgart, and spends his free time “on mountains, in art exhibits or at good concerts.”

Kaiser und Sultan

Hintergrund: Gauck besucht “linkes Szenecafé”

Song
Der Brandprediger von Rostock macht Safari im Problembezirk
Ein stolzer Kaffeehausbetreiber spielt seinen bescheidenen Wirt
Werter Herr Präsident, Deutschenhass ist mir fremd
Es sind ja nicht gleich Nazis wenns bei uns Ausländern brennt
Kaum ist er im Mittelstand heiligt er sein Vaterland
Spielt den Häuptling der Kanaken für den Oberpfaffen

Der Christdemokratischen Republik – Fremdenliebe ist grade schick
Da wächst zusammmen was zusammen gehört – Predigör und Managör
Die Steuer tut ja beiden weh – so taufen sie das Café zur Moschee
Dort lernt die Immigrantenjugend deutsche Tugend
Drogendealer kommen nach Afghanistan – als Wirtschaftsberater der Taliban
Dann ist es geschehen, der Wandel im System
Und der Wirtschaftsstandort ist endlich halal

Rasenpolitik

Heimatschutz Henkel

Jede_r hat SEIN Kreuz zu tragen
Blauer oder weißer Kragen
Mancheiner steckt das Kreuz in Brand
Alles fürs liebe Vaterland

Ein brennender Christ im Senat
Spielt wieder einmal Demokrat
Dieser Erlöser macht sich stark
Für eine Säuberung im Park

Hinfort mit diesem ganzen Schmutz
Gebietet der Grünflächenschutz
Was soll die panische Kritik?
Er macht bloß RASENpolitik

Deutschland halt’s Maul, gib Handy du Opfer

“Germany” is the psychological barrier between labor and the profiteers, materialized into geographical borders briefly after World War II, but always dependent on “alien” labor.

Exploitation of seasonal workers, tactical immigration/deportation of migrants and colonialism were tools of primitive accumulation already used by the German emperors. Just as the globe is inhabited by “illegal Europeans,” the majority of those who produced and still produce for Germany are not Germans in the legal sense. Their products are German, their bodies are not. The consumers are conspicuous, the producers invisible.

As historian Ulrich Herbert writes, 95% of the victims of the German war economy were not German citizens. Just of the people working in “Greater Germany” during the war, 30%  were forced laborers, mostly from Eastern Europe. This excludes the people exploited in the occupied countries. Only German “Zwangsarbeiter,” however, were entitled to reparations. Foreign individuals could not sue Germany under international law. (Herbert)

Today, Aryan rulers self-pleasingly acknowledge that “their” Germany is an “immigration country,” with implicit option to reverse this mistake during a future totalitarian regime. Disregarding that German lifestyles were always as “diverse” as its tax brackets, this industrial nation never produced but always consumed in autarky.

Revolutionary socialists saw early that social chauvinism, i.e. “national economism” with concessions to preferred workers, identified on a popular basis, was a forerunner to racist fascism. The petty bourgeoisie may have brought Hitler to power, but the proletarians kept him there. No wonder – in many key industries, *Germans* “labored” only as foremen.

Exclusionary unions for “majority” citizens, an unregulated, “black” market for “colored” laborers exploited through police terror, justified by racist propaganda, are still features of the current “democratic republican” system, where 10% of the population aren’t even allowed to vote. To people on the wrong side of the “nation,” Germany is still a fascist state, with nigthly raids, torture and deportation of uncooperative workers.

Right-wing social democrats have long dropped their prejuice against open racism. Racists who find the “populist hooliganism” and “euro-scepticism” of the various nationalist and “libertarian” fringe parties too blunt, have high-ranking, articulate advocates in the Social Democratic Party.

But even in East German strongholds of the left-wing Socialist party DIE LINKE, immigrants are only welcome as victims or scapegoats, never as equals. If there is a problem, it is the German government, the Capitalists or some other distant conspiracy. There are no fascist regimes, just fascist societies. Germany has 80 million problems, but the government ain’t one.

*Germany* has developed and tested virtually all forms of government I learned about in school: feudalism, kingdom, colonial land empire, colonial sea empire, capitalist “citizen’s” republic, fascism, socialist “people’s” republic, and uninterrupted theocracy in Bavaria.

Under every form of government, the winners were “miraculously” declared German people, the “losers” declared “foreigners.” Approaching the mythical German norm is the prerequisite for acceptance. You may join the “German” community, unless you aren’t too “swarthy” and/or pass your Abitur exam – and thereby the middle class threshold. In either case, your advancement from barbarism is  proclaimed a *German* achievement, although you succeed not because of German society but in spite of it.

You must adopt some “civilized” habits, contribute to “their” high culture, evade or succeed in their capitalist rat race and know someone who commands the language sufficiently to defend you against their bureaucracy.

Hence, you must cease to be a laborer in this country of laborers and peasants. You must have more to sell than your mere two hands. You may even stress your cultural otherness by wearing fashion not available at German prole outfitters, flaunting esoteric aspects of “your” culture and reiterating that “all this institutional racism” will eventually force you on a pilgrimmage to India.

Do not reveal your understandable demands to take a civil servant position, get a job commanding or deporting German people or not work at all, because they owe you. Also never admit that you have nowhere else to go. All these natural privileges of the average German are off limits to you.

A lesser known statement by Martin Luther King was: “We came to cash our check!” I’d say: “We came to take your shit. Happy Thanksgiving!” Power is based on ownership of land. Sometimes land trades hands in business deals, but the prices are usually fixed in advance; liquidated by force, petrified by treaty.

Abolishment of Germany is abolishment of its property basis. Under German supremacy, there is no German Dream. Instead of “de-colonizing” German street names, we should colonize the land beneath the asphalt, prohibit their language, take over their factories, deport *rebels* and *terrorists* to Bantustans. We should abolish the illusion that our freedom is their freedom. It would be nice if we could live in harmony, but while Germany lasts, there is only hegemony.

Hate your fatherland! No border, no nation, barbarian invasion!