Ferienwohnungen – Rroma räumen, Geschäftemacher belohnen!

Stoppt die Vertreibungspolitik! Keine Amtshilfe für rassistische Kleingewerbetreibende! Solidarität für Proteste der Unterdrückten – mit allen nötigen Mitteln!

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Stolze Weltbürgerin for ihrem arisierten Laden – man beachte den Hinweis auf die Seminare der “Regenbogen-Akademie” rechts außen im Fenster.

Berlin, 8.6.2016. Gestern erreichte mich eine SMS, dass heute Morgen um 10 ein Wohnhaus in der Emser Str. geräumt werden soll. In dem Haus wohnen vor allem Rroma-Familien zu überteuerten Mieten.

Vor Ort erfuhr ich Genaueres: Die Rroma werden nicht sofort geräumt, aber das JobCenter Neukölln will ihre Mieten nicht mehr zahlen, weil sie in Ferienwohnungen leben. Das ist ein Skandal! Das Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum sollte eigentlich die Mieter schützen.

Stattdessen wird es genutzt, um dem Miethai das Haus gratis leerzuräumen! Die Rroma sind sicher nicht zum Urlaub in dieser Bruchbude.

Nach der brutalen Räumung des Denkmal für die ermordeten Sinti und Rroma letzte Woche kommt gleich die nächste Vertreibungsaktion im bunten Berlin.

Es kommt noch doller – wenige Meter gegenüber von dem Haus befindet sich das Esoterik-Business, das letzte Woche durch ein „Roma verboten“ Schild Schlagzeilen machte.

Anstatt die Hippie-Faschistin zu bestrafen, bestraft der Bezirk Neukölln ihre Opfer! Ihre Selbstjustiz wird nun offiziell belohnt!

Wir sollten uns fragen, wer hier ausgeraubt wird und  wessen Kasse am Ende klingelt.

Der Vorzeigebezirk Neukölln versucht die Rroma mit aller Gewalt in die Obdachlosigkeit zurückzuprügeln. Ist das „anerkennende Kulturpolitik“ oder einfach nur Nationalsozialismus 2.0?

Als ich ein Foto von dem Schaufenster des Ladens mache, stürmt die Besitzerin heraus und versucht mir die Kamera abzunehmen. Ich will ihr erklären, dass ich bloß die Fassade fotografiere, wäre ja nicht verboten. Sie  beschimpft mich als „Arschgeige“ und droht mich wegen Volksverhetzung anzuzeigen.

Kurz davor hatte ein alter Deutscher mit Cowboyhut – kein typischer Räucherstäbchen-Kunde – vor ihrem Laden gestanden und sie offenbar für ihren „Widerstand“ ermutigt.

Durch das Schild konnte sich ein gewisser Stiftungs-Chef in der Springer-Presse als Bürgerrechtler profilieren. Bei der Räumung des Denkmals eine Woche zuvor hatte er gemeinsam mit der Politprominenz geschlossen hinter den deutschen Polizisten gestanden.

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One response to “Ferienwohnungen – Rroma räumen, Geschäftemacher belohnen!”

  1. ubeudgen says :

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