Monika und Plutonia – Weiße Wixxer kommen selten allein

Nicht erst seit Beginn des Refugee Strike feuert Plutonia Plarre (TAZ) wie aus der Knarre „kritische“ Berichte gegen Schreckgespenster des „TransAtlantischen Zentralorgans“:

• „Dilek Kolat (SPD), war es dann, die die Flüchtlinge […] zum vorläufigen Abbruch der Protestaktion bewegen konnte. […] Danach brach Jubel aus.“
• „[Monika Herrmann] lobte Panhoffs Engagement bei der besetzten Schule: ‚Er hat für den Bezirk monatelang seinen Kopf hingehalten.‘“
• „Die Flüchtlinge […] sollen […] feste Regeln erwarten.“
• „Bezirk ist erpressbar geworden“
• „Die Linie Kreuzbergs, auf Gespräche zu setzen, sei richtig, sagt Grünenpolitiker Wolfgang Wieland.“
• „In Berlin hat ein Polizist einen jungen Kriminellen erschossen. Nach dem milden Urteil für den Beamten finden Autonome, Migranten und Ex-Gangster zusammen.“

In der Bewegung gibts auch vieles was mich stört. Aber ich kanns der Szene direkt sagen. Plarres Berichte sind begleitet von Schnappschüssen aus sicherer Entfernung und Gossip vom Bioregal über „autonome Spinner, die Flüchtlinge missbrauchen.“

Mich fasziniert nicht der vorhersehbare Inhalt ihrer Berichte für die “Bewegungszeitung”, sondern die gut vermarktete Unwissenheit dieser Lehnstuhlethnologin.

Weil sie verdeckt arbeitet, wusste ich auch 2 Jahre lang nicht, wer sie ist, anders bei ihrem Hauskollegen Jakob, der wenigstens eine Position zu unkritischen Weißheiten hat. Selbst zwischen „Radikalen“ braucht er weder Pseudonym noch Personenschutz.

Die Weißheit der Plarre („„Kreuzbergs Bürgermeisterin [sagt] radikalen Störern gründlich die Meinung.“) trat auch bei der „Bürgerversammlung“ im CHIP am 19.2.2015 recht ungehemmt zwischen ihren Ohren aus. Ich überlebte den Erguss:

Als wir „Radikalen“ Innenstaatssekretär Krömer (CDU) laut baten, die Versammlung nicht länger zu stören, kam eine Frau auf meine Gruppe zu und fragte:

„Warum lasst Ihr ihn nicht einfach kurz reden? Sind doch nur 90 Sekunden.“

„Warum steht hier überall Saalschutz mit Armbinden, warum sind nur Polizisten zur ‚konstruktiven‘ Lösung eingeladen worden?“

„Ja, aber jeder weiß doch was im Görli los ist.“

„Wohnst du überhaupt in Kreuzberg, siehst wie die Bullen täglich Terror machen?“

„Nee, in Schöneberg. Aber ich kenn das ja, aus der Zeitung und so.“

Sie kam dann mit einem Notizblock wieder, stellte sich unangenehm nah an unsere Bierbank und begann zu kritzeln.

„Sag mal, bist du von der Presse? Das hättest du auch vorher sagen können. Gehört zum guten Ton.“

„Ähm, ja, also…“

„Warum redest du überhaupt mit uns? Wenn du Journalistin bist, frag doch mal die Flüchtlinge dort drüben was sie denken, jetzt hast du die Gelegeheit.“

„Nee, brauch ich nicht, kenn ich schon alles.“

So endete mein flüchtiges Gespräch mit der Plörre von der TAZ. In Zukunft mach ichs mit ihr, wie sie mit den Flüchtlingen: Über sie schreiben ja. Mit ihnen reden? Nein danke!

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