Bio-Polizei wirbt weiter für den Drogenhandel

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Mit neuen Infoblättern wollen Angelas Engel die verkifften Hipster im Görlitzer Park vor den Leuten warnen, die ihnen das Dope verkaufen. Aber warum floriert der Drogenhandel, je mehr die Bullen, die Presse, die Regierung darüber labern? Marketing für die Drogenindustrie geht wohl auch ohne Rap-Musik, ganz nach Zivilprozessordnung.

In jedem alternativen Reiseführer ist Görli der Ort, wo du biliges, gutes Dope von zuvorkommenden Dealern bekommst. Die Polizei hält den Ort für eine Räuberhöhle. Dabei ist hier das McWeed Berlins – jeder Verkäufer ist austauschbar und verdient nur gerade so viel, dass er morgen wieder da stehen muss.

So wird jeder schmierige Hornbrillenträger mit dem breitesten Amikellnerlächeln begrüsst und das Preis-Leistungsverhältnis ist dank der brutalen Konkurrenz unter den Dealern immer ausgezeichnet. Wer die Schlange vor dem Hühnerhaus kennt, weiß wie weit die Kunden für ein Schnäppchen gehen.

Neben dem kanonenbewehrten deutschen Arbeitsmarkt hat sich ein perfekter freier Markt entwickelt [perfekt im Sinne der liberalen Theorie, nicht der Arbeitsbedingungen]. Die Polizei erfüllt hier nur eine Funktion, die das Finanzamt bei angemeldeten Gewerbetreibenden erfüllt.

Es gab in der Geschichte keinen Fall, in dem staatliche Organe langfristig den Handel mit einer Ware verhindert hätten. Gesetze können nur die Preise beeinflussen. Wohin fließen die Preiserhöhungen? Nach Senegambia sicher nicht. Der deutsche Repressionskomplex wächst mit dem Drogenmarkt. Die Polizei hat kein Interesse daran, den Drogenhandel einzudämmen, denn das „Kriminalitätsproblem“ schafft öffentliche Stellen für das deutsche Fuß(ball)volk.

Es wurde häufig angemerkt, wie völlig übertrieben die täglichen Truppeneinsätze gegen Leute sind, die sich nicht mal trauen mit der Bahn zu fahren. Und was für einen geringen Effekt eine Kontrolle des Einzelhandels hat. Denn die großen Umsätze werden im Großhandel gemacht.

Regelmäßig werden Grasplantagen in deutschen Reihenhaussiedlungen ausgehoben. Auch aus meiner grün-schwarzen Jugendstadt kenne ich solche Fälle. Aus genau dieser Klientel, christlich-naturkonservativ, gerne mal Einen zwirbelnd, stammt auch die Rudowerin Frau Herrmann. Den Joint auf dem Bio-Wochenmarkt will sie ihrer Klientel nicht verwehren und wo geraucht wird, muss auch gehandelt werden – nur die Schwarzen müssen raus.

Herrmanns Coffeeshop ist die älteste Waffe der Deutschen gegen „Niedriglohntoleranz der ausländischen Konkurrenz“ : staatliche Zertifizierung. Schaut euch die sicheren Jobs an – von den Bäderbetrieben, über die Müllabfuhr bis zur Polizei – die wichtigste „Qualifikation“ ist Deutschblütigkeit. Das gleiche gilt für Genossenschaftswohnungen, Kitaplätze, gute Schulen, BVG, usw. Selbst polnische Namen sind in besseren Positionen unterrepräsentiert – und Polen sind schon länger in Berlin als Deutschland…

Die Qualifikation der Deutschblütigkeit braucht man, um einen Job zu bekommen und auch um in den Genuss staatlicher Unterstützung zu kommen. Genau wie in den USA, so sind es auch in Deutschland Nichtweiße Einwohner und Einwanderer, die mit Juristerei und Rassenhetze aus den staatlichen Unterstützungssystemen gedrängt werden. Arbeit und Sozialhilfe sind ja nicht abgeschafft, sie sind aber „Privilegien“, die von Weißen verteilt werden.

Und die weißesten Weißen sind die „Schwaben“, ein Mix aus altpreußischem Bürgertum, Kreativelite und Landflüchtlingen aus dem Süden. Ihre Vaterland ist Mutter Gaia, ihr Kolonialwarenladen die Bio Company, ihre Schutzstaffel die Polizei.

Diese feinzüngigen „Kanakenflüsterer“ stellen die Kolonialverwaltung des Immigrantenbezirks Kreuzberg und verdrängen die Unerwünschten mit höchst unanstößigem Vokabular (man kommt ja nicht von der Baustelle). Same old Columbus: Erst kommen die Missionare, dann die Soldaten. Als die Grünen kamen, hatten sie Biotonnen und wir hatten die Wohnungen. Jetzt haben wir die Biotonnen und sie haben die Wohnungen!

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