Volkstod-Ballade

Schau sie an die fetten Schweine
Drei Trosthunde an der Leine
Und zu hause nicht mal eine
Menschenseele die sich quält
Wenn schon wieder du zu spät
Aus der Kneipe dich bewegst
Totgeweihte Ureinwohner gibts nicht nur im Reservat
Eingegangen ist schon lange diese germanische Saat
Als ich saß in meiner Hütte
Träumte ich von Übermenschen
Über-Autos fahrend, hinter Grenzen
Die mich warten zu beschenken
Doch ich kam und wurde ein Fremdling
Konkurrent im Klassenkampf

Von ihren himmlischen Getränken
Blieb für mich nur Flaschenpfand

Ich wollte Milch und Honig
Und bekam nur Mekka Cola
Meine Kinder waren wohlerzogener
Bevor sie Drogen nahmen
Meine Oma gab mir den Islam
Weil Frauen sonst bei uns nix haben

Guter Stoff ich muss schon sagen
Lieber Stoff über den Haaren
Als Stoff in deinen Adern

Lieber sterben für ne Sache
Als Leben wie ne Ware
Döner und Falafel, das sind meine Waffen
Den krassen Lebensstandard will ich haben
Aber nicht die Herzprobleme
Faule Zähne und Ekzeme
Gottes Plagen will ich wählen
Im selben Käfig leben
Nur nicht mit dieser Rasse
Augenaushackende Krähen
Seh ich überall
#Oder bin ich schon geblendet?
#Bin ich schon wie sie geendet?
Also KOPF in den Sand –
Und ARSCH in den Himmel
Vielleicht find ich Gottes Wille
Wenn ich Kinderpimmel
Rituell verstümmel
Haare wachsen lasse wie Schimmel
Schwarzer Fleck auf ihrem Käse
Wie fleißig sie sich geben
Ich verrate ihr Verwesen
Daran soll die Welt genesen?
Kauf lieber bei den Chinesen
Hab ich dieses Land verdient?
Weiß der Geier, sicherlich
Verdient es nix besseres als mich
Und meine Artgenossen
Also schreie ich besoffen
Alle Grenzen offen
Von Bettlern zu Besatzern
Ab jetzt wird zurückgeschossen

Raus aus dem Schrank

Politische Anklagen nicht den Geschichtsbüchern überlassen

Ob Aaron/Balu/Thunfisch aus der Rigaer (Körperverletzung, Widerstand  usw.), Ali Hıdır Doğan (§129) oder die „Luxemburg 6“ des March 4 Freedom in Luxemburg (bewaffnete Rebellion) bzw. die „Röszke  11“ in Ungarn (Terrorismus) – auch die Demokratie nutzt strafrechtliche Anklagen gegen politischen Protest. Es geht nie um die Vorwürfe – meistens Lappalien – sondern um das was die Angeklagten wirklich wollten.

Die Kriminalisierung spart den Anklägern eine Auseinandersetzung mit den Inhalten. Aber genau hier müssen wir unterscheiden – bei „regulärer“ Kriminalität will der Verbrecher andere fertig machen und sich selbst bereichern. Bei der politischen Kriminalität können diese Motivationen mitspielen, aber die Angeklagten verfolgen Ziele, die ein Teil der Öffentlichkeit unterstützt. Das macht sie gefährlich.

Die Ziele müssen vertuscht werden – es geht um Krawall, Unordnung, Verunglimpfung ehrenwerter Institutionen. Deshalb fallen die Strafen höher aus, wenn man den Prozess nutzt, um seine Forderungen zu bekräftigen, anstatt wie ein gewöhnlicher Verbrecher die Strafe zu schlucken und Reue zu heucheln.

Gegen die Luxemburg 6 wurde die Anklage mehr als 2 Jahre nach dem Vorfall erhoben – selektiv gegen die Asylbewerber unter ihnen. Ursprünglich waren viel mehr Leute festgenommen und die Beweislage gegen alle ist dünn. Es ist anzunehmen, dass Luxemburg sich durch die harten Vorwürfe als würdige Hüterin der anvertrauten EU-Institutionen behaupten will. Nicht nur die anwesenden Polizisten empfanden es als Frechheit, dass die AktivistInnen es wagten, dieses „friedfertige Imperium“ zu attackieren.

Politische Gefangene sitzen nicht irgendwo in der Türkei oder in Russland – Merkel ist ebenso fleißig wie Erdogan beim Einsacken linker TürkInnen und ebenso faul bei der Verfolgung von Jihadis.

Besonders gefährlich wird es, wenn Oppositionelle wagen Organisationen zu gründen. Die Rigaer 94  ist ja fast so etwas wie eine Vereinigung. Wer sich zu einer verfolgten Organisation bekennt, wird allein dadurch schon kriminell.

Doch gerade durch Prozesse gegen Einzelne können sich lose Gruppen festigen. In Deutschland – wo Geldstrafen überwiegen und implizite Berufsverbote schlimmstenfalls zu Hartz IV führen – brauchen wir Mut zur Organisation. Weg mit den ganzen „Kontexten“ und „Bezugsgruppen“, mit der Anonymität, der Konspiration und dem Wortsalat. Das ist kein „verborgener Kampf“ sondern nur ein Leben im Schrank.

 

Demo gegen Abschiebungen nach Afghanistan Berlin

Vor der bayerischen Landesvertretung in Berlin demonstrierten heute ca. 50 Leute gegen eine Sammelabschiebung nach Afghanistan aus München. Unten Fotos und der Info-Text zur Demo.

Hintergrund:
Nach Informationen des bayerischen Flüchtlingsrat soll am 22.02 die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan, diesmal von München aus, stattfinden. Wie bei den letzten beiden Sammelabschiebungen auch, lässt es sich stark vermuten, dass auch diesmal wieder die Fluggesellschaft Meridiana die Flüge nach Kabul durchführen wird. So ein Flug lässt sich die Bundesregierung 300.000€ kosten, laut Angaben des parlamentarische Staatssekretär Dr. Ole Schröder im Innenausschuss am 25.1. 2017. Was für Meridiana nichts weiter als ein lukratives Geschäft ist, ist für hier Schutzsuchende ein Todesurteil! Dabei darf kein Mensch gegen seinen oder ihren Willen in einer Maschine transportiert werden. Des Weiteren liegt es am Ende am Piloten oder an der Pilotin und nicht am Bundesgrenzschutz ob die Maschine abhebt. Somit macht sich Meridiana mehr als nur mitschuldig an der menschenunwürdigen Abschiebepraxis der Bundesregierung.
Wir sagen: Afghanistan ist nicht sicher – Aus Abschiebungen ein Geschäft zu machen ist nicht nur fradwürdig sondern auch zynisch!
Was kann ich tun:
Gemeinsam werden wir am Tag der möglichen Abschiebung die Fluggesellschaft Meridiana auf verschiedenen Kanälen als besorgte Kund*innen kontaktieren um gegen diese Abschiebungen zu protestieren. So mehr wir sind desto effektiver ist der Protest!

Kontaktdetails:
Meridiana Abfertigungsbereich München Airport:
TEL: +49 6031737630
EMAIL: info@apg-ga.de
Call Centre aus Deutschland:
TEL: +49 5218988052
EMAIL: callcenter@meridiana.com
Soziale Medien
Facebook: https://www.facebook.com/meridiana
Twitter: https://twitter.com/Meridiana
Whatsapp: +39 3470767469

Beispiel Telefonfaden:

Guten Tag, können Sie mir sagen, wann die nächste Maschine nach Kabul geht?

Mir liegen Informationen vor, dass eine Maschine Ihrer Fluggesellschaft an Abschiebungen nach Afghanistan beteiligt ist, können Sie mir bestätigen, dass niemand gegen seinen Willen dort sitzt?

(Ho ricevuto informazioni che un apparecchio della vostra compagnia aerea è coinvolto nelle deportazioni verso l’Afghanistan. Potete confermare che nei vostri aerei non siede nessuno contro la propria volontà?)

Afghanistan ist zur Zeit nicht sicher, finden Sie es nicht etwas fragwürdig, dass Ihr Unternehmen Schutzsuchende dorthin transportiert?

(L’Afghanistan non è sicuro al momento: non trova sia una scelta discutibile che la sua azienda trasporti lì persone in cerca di protezione?)

Wäre es möglich, dass Sie den Kapitän und das Bordpersonal darüber informieren, dass Sie niemanden gegen Ihren Willen transportieren müssen?

Könnte ich eine Beschwerde einlegen, dass Ich als besorgter Kunde es sehr unangenehm finde, dass Ihr Unternehmen sich an Abschiebungen nach Afghanistan beteiligt.

(Bitte bleibt im Gespräch höflich gegenüber den Agenten und versucht das Telefonat so lange wie möglich zu halten)

Beispiel Email:

Sehr geehrte Damen und Herren,

es liegen mir Informationen vor, dass heute eine Maschine Ihrer Airline nach Kabul fliegt um Geflüchtete Menschen nach Afghanistan abzuschieben. Ob diese Passagiere freiwillig transportiert werden und ob sie dann in ein sicheres Gebiet angekommen, ist dabei mehr als fragwürdig. So schreibt der neueste Bericht der Vereinten Nationen über einen Rekordanstieg von getöteten und verletzen Zivilisten im letzten Jahr. Zur Zeit ist es deshalb mehr als gefährlich, Menschen, die hier Schutz suchen gegen Ihren Willen nach Afghanistan abzuschieben.

Deshalb möchte ich Sie als besorgter Kunde Ihrer Airline Sie darum bitten, diesen und auch derweil keine weiteren Abschiebeflüge nach Afghanistan durchzuführen.

Falls die Passagiere dennoch Ihre Maschine betreten, möchte ich Sie darum bitten, dass Sie den Kapitän und das Bordpersonal davon informieren, dass die Passagiere warscheinlich gegen Ihren Willen und unter Gewalt der Polizei die Maschine betreten haben.

Ich appelliere an das Gewissen Ihres Unternehmen, nicht an den fragwürdigen Abschiebungspraktiken nach Afghanistan teilzunehmen und Menschen, die hier Schutz vor Krieg, Gewalt und Folter suchen, nicht in eine ungewisse Zukunft auszuliefern.

Mit freundlichen Grüßen,

Solidarity for Ibrahima

img_5966

Ibrahima (Name geändert) ist ein 22-Jähriger Geflüchteter aus Gambia. Er wurde 2015 im Görli von einem Zivilbullen in die Falle gelockt. Inzwischen sitzt er seit über einem Jahr seine Haftstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten ab.

Freunde von Ibrahima veranstalteten am 22.2. eine Sponti vom U-Bhf Turmstraße zur JVA Moabit, wo Ibrahima einsitzt. Ca. 20 Leute waren trotz kurzfristiger Ansage anwesend. Zudem demonstrierten die Anwesenden gegen die Kriminalisierung von Shivam, der bei der Antifa-Walpurgisnacht festgenommen wurde und gegen die kürzlich bekannt gewordene Polzeigewalt in Frankreich.

Ibrahimas Strafmaß ist absolut unverhältnismäßig. Nicht nur in Bayern oder Texas kommt man schnell wegen ein paar Gramm Gras ein paar Jahre in den Knast, auch im Rot-Rot-Grünen Berlin. Ibrahima wurde zum zweiten Mal mit ca. 5 Gramm Marijuana und ein paar zerknüllten 5-Euro-Scheinen erwischt. Daher geht das Gericht von “gewerbsmäßigem” Handel aus.

Besonders perfide ist die Definition – “gewerbsmäßig” ist der Drogenhandel, wenn die Einnahmen einen erheblichen Teil zum Lebensunterhalt des Dealers beitragen. Heißt also, ärmer du bist, umso eher wirst du als gewerbsmäßiger Dealer eingestuft.

Aber das Märchen von dem armen Junkie und dem BMW-fahrenden Dealer können wir schon lange in der Pfeife rauchen. Die Kunden im Görlitzer Park sind größtenteils “Kreative” aus geregelten Verhältnissen, Lumpenbourgeoisie, deren Gier nach Afrikas Schätzen nicht bei Kaffee und Kakao endet.

Die “bösen” Dealer – halbe Kinder, die irgendwie nach dem Inferno der Sahara und des Mittelmeers in der Berliner Kunsthölle gelandet sind.

Einer von ihnen ist Ibrahima. Weil er versuchte vor der Festnahme zu fliehen, wurde ihm sogar noch Widerstand vorgeworfen. Dabei sagte der festnehmende Polizist vor Gericht aus, das von Widerstand gar keine Rede sein kann.

Die Aussagen der Polizisten, die an Ibrahimas Verhandlungstag blau machen können, sind aufschlussreich. Junge Beamtenanwärter dürfen hier an den Flüchtlingen im Görli ausleben was sie draufhaben, um sich vor der Truppe zu beweisen. Henkels “Task Force” – nichts als ein Sklavenjängertrupp.

Es geht um Quoten, wie damals, als Leopold II. sich aus dem Kongo abgehackte Hände schicken ließ. Darum möglichst viele Asylbewerber aus nichtigen Gründen zu kriminalisieren.

Daher: Freiheit für Ibrahima, Freiheit für alle die Jungs von Görlitzer Park, die sich im Winter Sonntags 6 um früh den Arsch abfrieren, damit Bürgerliche Weiße Wixxer sich pünktlich die Ration Hirnpampe abholen können, um am Montag wieder die Grüne Propaganda über den bunten Ponyhof runterwürgen zu können.

I have a dream

Some get carried away by poems
Some get carried away by cops

Some got carried away by Muslims
Some got carried away by Christians

Some get carried away by invaders
While most get carried away by their neighbors

Some get carried away by memories – of Frantz Fanon
His parents gots carried away by their Frankish ancestry

Who breaks their backs?
Who carries away the sacks?

What you carrying on your hips?
400 years of slavery – or 400 pounds of snacks?

Who made those?
What continent is Snickers on? Must be Africa.

Looks just like those rations they throw out of UN  trucks at starving people.How can it make you fat on one side of the Atlantic and skinny on the other?
And why they get it free and you have to pay for it?
Poor Americans working three jobs just to pay five times the price for candy bars – and those refugees get showered with that shit like it’s napalm.

You’re supposed to take back the gold, not the sugar.
Eating all that junk, the only thing that’ll get a reparation is your teeth.

Atemlos – Heim ins Reich

Die Mauer geht auf und was kommt rein
Oho oho
Die Nazis sagen ja und die Sozis nein
Oho oho

Was das zwischen uns auch ist
Gene die man nie vergisst
Sind wir denn für die bereit?
Volksgenossen – jederzeit!

Atemlos durch die Nacht
Flohn wir vor der Sovietmacht
Arbeitslos, Heim ins Reich
Sauerkraut und Schweinefleisch

Wir kamen mit Diplomen
Jetzt sind wir auf Drogen
Es hat uns betrogen, das Vaterland

Wir brauchen mehr Gesetze
Sie nehmen unsere Plätze
Im Knast und auf dem Arbeitsamt

Raus aus Sibirien, rein nach Syrien
Oho oho
Nur bitte keine Syrier in Thüringen
Oho oho

Schlimmer als die Rote Armee
Sind diese Flüchtlingeee
Kein Bursch und keine Maid
Ist mehr in Sicherheit

Abendland in der Nacht
Flüchtlingslager angefacht
Harte Hand, weg das Pack
So hats Stalin auch gemacht

Merkel auf den Scheiterhaufen
Wir wollen weitersaufen
Nochmal Angela
Dann herrscht die Scharia

Bratensoß gib uns Kraft
Weil die Merkel das nicht schafft

Dann schwimmen wir halt unten
Und lecken unsre Wunden
Hellersdorf ist unser Stalingrad!

Ferienwohnungen – Rroma räumen, Geschäftemacher belohnen!

Stoppt die Vertreibungspolitik! Keine Amtshilfe für rassistische Kleingewerbetreibende! Solidarität für Proteste der Unterdrückten – mit allen nötigen Mitteln!

IMG_5883.JPG

Stolze Weltbürgerin for ihrem arisierten Laden – man beachte den Hinweis auf die Seminare der “Regenbogen-Akademie” rechts außen im Fenster.

Berlin, 8.6.2016. Gestern erreichte mich eine SMS, dass heute Morgen um 10 ein Wohnhaus in der Emser Str. geräumt werden soll. In dem Haus wohnen vor allem Rroma-Familien zu überteuerten Mieten.

Vor Ort erfuhr ich Genaueres: Die Rroma werden nicht sofort geräumt, aber das JobCenter Neukölln will ihre Mieten nicht mehr zahlen, weil sie in Ferienwohnungen leben. Das ist ein Skandal! Das Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum sollte eigentlich die Mieter schützen.

Stattdessen wird es genutzt, um dem Miethai das Haus gratis leerzuräumen! Die Rroma sind sicher nicht zum Urlaub in dieser Bruchbude.

Nach der brutalen Räumung des Denkmal für die ermordeten Sinti und Rroma letzte Woche kommt gleich die nächste Vertreibungsaktion im bunten Berlin.

Es kommt noch doller – wenige Meter gegenüber von dem Haus befindet sich das Esoterik-Business, das letzte Woche durch ein „Roma verboten“ Schild Schlagzeilen machte.

Anstatt die Hippie-Faschistin zu bestrafen, bestraft der Bezirk Neukölln ihre Opfer! Ihre Selbstjustiz wird nun offiziell belohnt!

Wir sollten uns fragen, wer hier ausgeraubt wird und  wessen Kasse am Ende klingelt.

Der Vorzeigebezirk Neukölln versucht die Rroma mit aller Gewalt in die Obdachlosigkeit zurückzuprügeln. Ist das „anerkennende Kulturpolitik“ oder einfach nur Nationalsozialismus 2.0?

Als ich ein Foto von dem Schaufenster des Ladens mache, stürmt die Besitzerin heraus und versucht mir die Kamera abzunehmen. Ich will ihr erklären, dass ich bloß die Fassade fotografiere, wäre ja nicht verboten. Sie  beschimpft mich als „Arschgeige“ und droht mich wegen Volksverhetzung anzuzeigen.

Kurz davor hatte ein alter Deutscher mit Cowboyhut – kein typischer Räucherstäbchen-Kunde – vor ihrem Laden gestanden und sie offenbar für ihren „Widerstand“ ermutigt.

Durch das Schild konnte sich ein gewisser Stiftungs-Chef in der Springer-Presse als Bürgerrechtler profilieren. Bei der Räumung des Denkmals eine Woche zuvor hatte er gemeinsam mit der Politprominenz geschlossen hinter den deutschen Polizisten gestanden.